Das Bergfest liegt hinter uns und das Wochenende steht schon fast vor der Tür – Grund genug also die Sport-, Musik-, Kunst- und Kulturszene des Landes abzusuchen und für euch Tipps und Highlights für das Wochenende zusammen zu stellen. Wir hoffen unsere Auswahl gefällt euch. Natürlich könnt ihr wie immer Sachen hier und auf unserer Facebook-Seite (LINK) ergänzen.
Highlight: 20. Kurt Weill Fest 2012 Freitag 24.02.2012 | Dessau
In der Zeit vom 24.02. – 11.03.2012 findet das 20. Kurt Weill Fest in Dessau statt.
Mit dem Motto “Hommage á Paris” wird die zweite Lebens- und Arbeits-Station von Kurt Weill verfolgt.
Am Freitag wird dazu das Anhaltische Theater zum Hotel Montparnasse, um uns in das Paris zur Zeit Kurt Weills zu entführen. Das Ballettensemble des Theaters lässt zu den Stücken von Kurt Weill und George Gershwin genau deises Paris mit all seinen Facetten wieder lebendig werden. Nach dem anschließenden Feuerwerk auf dem Vorplatz hat man die Möglichkeit den Abend im Foyer mit der Jacques Brel Revue „Brel á Porter“ ausklingen zu lassen.
Eine andere Möglichkeit ist das Konzert von Curlee Wurlee, die den Beatclub in ein Schauplatz der Popkultur der Sixties verwandelt
Alle weiteren Programmpunkte und weitere Informationen finden sie unter folgender Adresse : www.kurt-weill-fest.de
Jeweils zum Jahresanfang zeigen die Inhaber des letztjährigen Landesstipendiums aus dem Bereich Bildende Kunst im Museum ihre Arbeitsergebnisse. Das gibt sowohl den Salzwedelern wie auch ihren Gästen die Möglichkeit, sich zu informieren, welche Resultate die Arbeitsaufenthalte der Künstler erbracht haben.
sIn diesem Jahr werden die Arbeiten von der Hamburgerin Jenni Zimmer und der Hallenserin Astrid Bredereck, Stipendiatinnen des Jahres 2011,ausgestellt. Beide nutzen die Techniken der Zeichnung als Mittel. In ihren Bildern spiegelen sich die Wahrnehmungen und Eindrücke der unmittelbaren Umgebung wieder die sie während ihrer Zeit im Stipendiatenhaus sammelten und in ihren Ateliers verewigten.
Highlight: MBC Wölfe vs. webmoebel Baskets Paderborn Samstag 25.02.2012 | Stadthalle Weißenfels
Sie gehören zu den stärksten Gegnern in der 2. Liga – die webmoebel Baskets Paderborn. Das Hinspiel konnten die Wölfe nach einer Herzschlagpartie in den letzten Sekunden doch für sich entscheiden. Nicht umsonst gehören beiden Mannschaften zu den Top 3 Offensivteams der Liga. Es wird also spannend! Also seid dabei und feuert die Wölfe kräftig an!
Die Jugendjournalisten vom SPIESSER haben uns wieder 40 Seiten geballte Informationen zusammengestellt. Die erste von sechs Ausgaben des Jahres liegt nun wieder an 10.000 Schulen und Unis aus. Diesmal ist das große Thema „Freunde“. Außerdem wird das Leben als Sportprofi unter die Lupe genommen, Deichkind geben Tipps im Sozialkunde-Unterricht und Abiturienten stehen Rede und Antwort zur Frage „Uni – ja, nein, vielleicht?“. Gleichzeitig wird die Studentenausgabe vorgestellt.
Das und vieles mehr gibt es ab sofort zu erfahren. Aber bei 510.00 Lesern sind die 500.000 schnell vergriffen. Haltet euch ran oder schaut euch die aktuelle Ausgabe einfach online an.
Den SWM-MusiCids Wettbewerb haben wir euch ja schon einmal kurz vorgestellt. Und ihr schreibt hoffentlich alle schon fleißig Bewerbungen für euch beziehungsweise für eure Band! Wir wollten uns die SWM-MusiCids bis zu den ersten Vorausscheidungen noch einmal genau anschauen. Dirk von Heartdisco hat sich bereit erklärt hat, uns dafür Rede und Antwort zu stehen.
DHSW: Hallo Dirk. Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Vorab vielleicht die Frage ob du ein paar Worte zu Heartdisco verlieren kannst und was du bzw. ihr mit den SWM-MusiCids zu tun habt.
Dirk: Heartdisco ist ein Magdeburger Tonstudio: In erster Linie für Musikproduktionen, wir machen aber auch Radioproduktionen und Hörbuchaufnahmen. Des Weiteren sind wir ein Label und Verlag, veröffentlichen und verlegen also selbst Musik. Und es gibt natürlich die Agentur Heartdisco: Wir managen und organisieren Künstler und Events. Das alles im Bereich Musik. Da wir selbst lange als Musiker unterwegs waren, kennen wir beide Seiten des Musikgeschäfts: Als Künstler und Verwerter. Wir wissen also um die Bedürfnisse von Musikern auf der einen Seite und kennen die Wege in der Musikindustrie auf der anderen. Ich denke diese Erfahrungen und Möglichkeiten waren es, die uns letztendlich mit den Städtischen Werken Magdeburg zusammen geführt haben. Die SWM veranstaltet die SWM MusiCids bereits im elften Jahr. Heartdisco organisiert und gestaltet diesen Event seit 2008 als ausführende Agentur und in enger Zusammenarbeit mit der SWM. Das macht auch insofern Spaß, als dass man merkt, dass die SWM hier ein echtes Interesse hat, sich dem musikalischen Nachwuchs anzunehmen. Auch so etwas ist ja nicht immer selbstverständlich.
DHSW: SWM-MusiCids ist ja ein Nachwuchswettbewerb für junge musikalische Talente – Warum denkst du persönlich, dass so etwas wie SWM-MusiCids wichtig ist für unsere musikalische Landschaft? Was sind die Vorteile, die die Teilnehmenden davon haben?
Dirk: Aufmerksamkeit und Kontakte – Ich denke, dass ist das Wichtigste, was man als Künstler/ Band mitnehmen kann. Unabhängig von den Gewinnen bieten die SWM MusiCids vor allen Dingen eine Plattform, um sich zu präsentieren und zu empfehlen. Gerade in Zeiten des Internets hat man als Musiker/-in zwar unendlich viele Möglichkeiten sich selbst zu promoten, läuft aber auch Gefahr in der Masse zu verschwinden. Mit unseren Medienpartnern, dem DATEs, der Volksstimme, Rockland und POP10, kann man sicher sein, mit seiner Musik wahrgenommen zu werden. Es gibt Interviews im Radio und TV, Berichte und Beiträge in der Zeitung, Videos usw. Auch hier an dieser Stelle wird man sicher etwas über die Teilnehmer lesen können. Das ist ein Promotion-Effekt, der für junge Künstler/-in immens wichtig ist. Wenn man etwas mit ganzem Herzen macht, dazu aber nie ein angemessenes Feedback bekommt, stellt sich auf kurz oder lang das Gefühl ein, auf der Stelle zu treten. Unsere Juroren sind Veranstalter, Journalisten, Musiker, Produzenten, Redakteure, Moderatoren aus dem TV-, Print- und Radiosegment. Das ist für einen regionalen Wettbewerb eine extrem gut besetzte Jury. Hier kann man sich Meinungen einholen, Erfahrungen austauschen oder Tipps holen. Jeder hat ein offenes Ohr. Und natürlich gibt es auch die Gewinne: Professionelle Studioproduktionen, eine CD-Pressung, Equipment und einen Festival-Auftritt sind wichtige Werkzeuge, um weiter voran zukommen – die man sich aber nur schwer leisten kann bzw. an die man nur schwer herankommt.
DHSW: Für alle die bei den SWM-MusiCids mitmachen wollen: Wie läuft der Wettbewerb ab und was gibt es vielleicht noch wichtiges zu beachten?
Dirk: Als erstes sollte man sich natürlich bewerben und das ist denkbar einfach: Neben der vielleicht schon bekannten Möglichlichkeit über MySpace und der postalischen Zusendung, kann man sich jetzt auch direkt auf dem SWM MusiCids-Blog bewerben. Einfach auf www.swm-musicds.de gehen und dort die Bewerbungsfelder ausfüllen und seine Weblinks zu Songs und Fotos hinterlassen…. fertig!
Nach dem Einsendeschluss am 16. März (!) wird sich die Jury alle Bewerbungen genau ansehen und 15 Teilnehmer auswählen, die auf 3 Vorausscheide aufgeteilt werden. Pro Vorausscheid gibt es zwei Gewinner, die bereits ein Studioproduktion bei Heartdisco und ein professionelles Mikrofon in der Tasche haben. Bis zum Finale in der Factory gibt es dann bereits den ersten Medienmarathon mit Interviews bei Rockland und POP10, Interviews und Beiträge in der Volksstimme und dem DATEs. Am 19. Mai geht es im Finale dann um eine komplette Maxi-Produktion inkl. Pressung, einem Auftritt bei “Rocken am Brocken“ und natürlich um einen tollen Auftritt auf der großen Bühne. Teilnehmen kann jeder, der zwischen 14 und 27 Jahren ist. Ob als Solokünstler oder in einer Band ist egal. Auch das Genre spielt absolut keine Rolle. Umso bunter die Mischung, desto spannender das Teilnehmerfeld. Der Wohnort bzw. der Proberaum muss im Einzugsbereich der SWM MusiCids liegen: Magdeburg, Salzlandkreis, Bördekreis oder Jerichower Land.
TERMINE
1. Vorausscheid: Samstag, 07. April (Projekt 7)
2. Vorausscheid: Samstag, 14. April (Projekt 7)
3. Vorausscheid: Samstag, 21. April (Projekt 7)
Finale: Samstag, 19. Mai (Factory)
DHSW: Mit Heartdisco bist du bzw. seid ihr ja auch abseits der SWM-MusiCids ein schon lange bestehender Teil der Magdeburger Kulturszene. Was gibt es denn bei euch gerade für News und Entwicklungen?
Dirk: Da gibt es wie immer viele Projekte, die parallel laufen. Derzeit bereiten wir die DVD-Veröffentlichung von Michme zum Album „Magdeburg“ vor, die dann im Mai herauskommen wird. Begbie haben ja gerade eine weitere Single und das Remix-Album zu „The Age of Golden Lies“ veröffentlicht. Auf dem sind u.a. Tracks von Cubehog (auch ein Heartdisco Künstler) und K-Paul zu finden. Parallel dazu arbeiten die Jungs bereits am nächsten Album, auf das ich persönlich sehr gespannt bin und sicher noch mal einen großen Schritt machen wird. Im Eventbereich sind wir an den Magdeburger Songtagen beteiligt, die jetzt am kommenden Samstag mit einer Pre-Show von Tom Lüneburger schon mal einen Vorgeschmack auf das im März startende Festival geben. Bei der Fête de la Musique gibt es wieder eine Heartdisco-Bühne… und auch wirklich spannend: Das neue UNI Radio der OvGu. Das entwickeln wir derzeit gemeinsam mit den Studierenden und kann man schon als 24h-Stream hören (http://uniradio.ovgu.de/). In den nächsten Monaten wird da noch einiges an Inhalt hinzukommen und im besten Fall eine echte Alternative, auch über den Campus hinaus, werden.
DHSW: Lass uns noch kurz bei der lokalen Musik- und Kulturszene bleiben. Wie würdest du die Entwicklungen der letzten Jahre beschreiben. Tut sich was im Lande? Hast du einen Tipp welche(n) Act(s) man gerade im Auge behalten sollte?
Dirk: Wir haben hier viele kreative, junge Leute und spannende Projekte, die sich auf keinen Fall hinter den vermeintlichen Kulturgroßstädten verstecken müssen. Musiker, Schauspieler, Fotografen, Streetartists, Filmemacher, Veranstalter, TV- und Radiomacher… Die Qualität ist da. Magdeburg hat trotz struktureller Probleme viel zu bieten… vor allem Möglichkeiten. Was mir aber oft fehlt, ist eine gewisse Geschlossenheit über Szenegrenzen hinaus und der Blick über den Tellerrand.
DHSW: Vielen Dank für das Interview. An dieser Stellen noch die Frage: Gibt es noch etwas, was unsere Leserinnen und Lesern unbedingt noch wissen sollten? Bzw.: Gibt es noch etwas, was du noch unbedingt los werden möchtest?
Bild: Screenshot der Sendung „Heimatkunde“ auf www.mdr.de
Das Sendeformat Heimatkunde beschäftigt sich in der neuen Folge ausgiebig mit dem Musiker Georg Friedrich Händel. Wie immer ist das Ganze voll gepackt mit spannenden Fakten und Geschichten. Wer wissen will, wie Händel zur Musik gekommen ist, warum er bei einem Duell fast gestorben wäre und warum er nicht Anwalt wurde, sollte mal einen Blick in die aktuelle Folge werfen.
Das Wochenende steht vor der Tür! Wir haben uns mal wieder umgesehen und für euch allerlei Veranstaltungen zusammengetragen. Da dürfte eigentlich für alle was dabei sein. Natürlich finden wir auch nicht alle Veranstaltungen. Also wenn ihr Ergänzungen habt, dann her damit.
Tipp: 58. OTTOjaner Karneval
Freitag 17.02.2012 | Magdeburg | Altes Theater am Jerichower Platz
Es ist Februar. Die Zeit der Jecken und Narren wird eingeläutet und in Magdeburg heißt das traditionell OTTOjaner. Zum 58. Mal treffen sich verkleidungsfreudige Magdeburgerinnen und Magdeburger, um unter dem diesjährigen Motto „OTTO´s Science Ficktion“ ausgelassen zu feiern. Das Alte Theater wird zur funkelnden Raumstation umgebaut.
Freitag-Nacht startet der OTTOjaner Karneval mit einer silber-glitzernden Kostümparty, die den Saal zum Multiversum werden lässt. Mehr Programm verspricht der Samstag mit dem kompletten Weltraum-Stück und anschließender Tanzparty auf zwei Floors.
Der Sonntag steht dann ganz allein für die kleinen Ottonen zur Verfügung.
Eine Übersicht der Kartenpreise:
Freitag – Kostüm-Tanz-Party: VVK: 10€; AK: 12,50€
Samstag – OTTOjaner-Karnevalsprogramm und Tanzparty: VVK: 18€; AK: 22€
Sonntag – Kinderfasching: 4€
Viel Freude beim Kostümieren und lasst die Erde nicht aus den Augen!
Tipp: Wachgeküsst – Das Dornröschen-Musical
Samstag 18.02.2012
Salzwedel | Kulturhaus
Der Komponist Konstantin Wecker und der Familientheaterspezialist Christian Berg gehen für „Wachgeküsst – das Dornröschen-Musical“ nach einer dreijährigen Pause zum 10. Mal gemeinsame Wege. Sie führen als Wilhelm und Jacob Grimm durch deren Märchen und bringen dabei einiges durcheinander.
Eine vielversprechende Kombination und ein Arrangement für jede Altersgruppe.
Erwachsene: 17€; Kinder: 12,50€
Mehr dazu hier: http://www.kultour-saw.de
Im letzten Jahr sind die SWM MusiCids stolze 10 Jahre alt geworden. Nun startet der Nachwuchswettbewerb der Städtischen Werke Magdeburg in eine neue Dekade und bietet jungen Musikern und Musikerinnen erneut eine große Bühne und Unterstützung, um sich ins Rampenlicht und in die Herzen der Zuschauer zu spielen. Interesse bekommen? Noch bis zum 16. März können sich alle, die zwischen 14 und 27 Jahren sind und aus Magdeburg, dem Jerichower Land, Bördekreis und dem Salzlandkreis kommen, bewerben! Also seid dabei und erobert die Bühne!
Bewerben ist ganz einfach
Mit ein paar Klicks auf der SWM MusiCids-Seite hinterlässt jeder Bewerber unter dem Punkt “Bewerbung” alle relevanten Weblinks, die zu mindestens 3 Demosongs, einer kurzen Künstlerinfo und Fotos bzw. Videos führen. Über Myspace oder den Postweg, sind Bewerbungen natürlich auch wieder möglich.
Und weil Bilder meist mehr sagen als tausend Wort, hier noch der Trailer zu den SWM MusiCids 2012!
Das Wochenende steht vor der Tür. Wie immer gibt es unsererseits eine Sammlung von Veranstaltungshinweisen. Und auch dieses Mal ist das Paket prall gefüllt. Von Elektroparty über Wintersport bis zur ersten Verleihung des Magdeburger Kulturpreises „Blauer Bock“. Viel Spaß beim Stöbern und wir wünschen euch ein schönes Wochenende.
Neben dem namhaften Berliner DJ wird das Triebwerk am Freitag auch mit den Hallenser Freunden der CHAISELOUNGE seinem Namen alle Ehre machen. Natürlich wird Unterstützung durch die Local Residents gegeben und die after-hour verspricht einen runden Abgang. Dieses Event wird so schnell nicht vergessen sein!
Highlight: Geschichten aus der Gruft des Dichters E.A. Poe Samstag 11.02.2012
Stolberg (Harz) | AndersweltTheater
Das AndersweltTheater in Stolberg lädt zu einem Gruselkrimi im Stile Edgar Allen Poes zum Miterleben. Das Ambiente der Gruft, die darstellerische Leistung und die Phantasie der Gäste lassen diesen Abend erschreckend real erscheinen. Gänsehaut und Schockmoment sind neben einem Gruselmenü im Preis enthalten.
Mehr dazu hier.
Am vergangenen Wochenende fand, präsentiert von pop10, die Tour der schwedischen Indiepopband Paris ihr Finale im Projekt7 in Magdeburg. 2005 wurde die Band zu Recht als eine der angesagtesten schwedischen Bands von den Fans gefeiert. Nach unzähligen Konzerten wurde es dann ruhiger um die vier Stockholmer. Um so schöner, dass sie eines ihrer Konzerte in die Landeshauptstadt führte. Für alle die beim Konzert nicht dabei sein konnten, gibt es Dank pop10 eine komplette Aufzeichnung auf YouTube, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.
Empty Guns, das sind David, Niko, Thomas und Sören. Die Band aus Tangermünde kann mittlerweile auf die beachtliche Zahl von über 200 gespielten Konzerten zurück blicken. Und müde scheinen die vier das Bandleben noch nicht zu sein. Nach zwei Veröffentlichungen, steht die neue EP bereits in den Startlöchern. Mit dem Song „habitat“ wurden die Fans auch schon gut angefüttert. Wie sich das gehört, folgt der Veröffentlichung am 16. März auch gleich die passende Tour.
Sören von Empty Guns hat sich bereit erklärt, unserem Redakteur Steffen für ein kleines Interview bereit zu stehen. Viel Spaß beim Lesen. Den Song „habitat“ wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten.
DHSW: Hi und vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Ein bisschen über euch haben wir ja bereits erzählt. Aber vielleicht könntest du unseren Lesern die Band noch einmal genauer vorstellen.
Sören: Hallo Steffen. Gerne. Wie du oben schon beschrieben hast, sind wir alle in bzw. zumindest in der Nähe von Tangermünde aufgewachsen und groß geworden. Seit einiger Zeit pendeln wir jedoch aufgrund der vielen Konzerte und ‘Zweit’wohnsitze zwischen Hamburg, Magdeburg & Tangermünde. Aber so wirklich “zu Hause” fühlen wir uns – zusammen – nur im Tourbus.
DHSW: Bald startet ja eure Tour und wenn man sich die Termine so anschaut, dann werdet ihr wohl etliche Stunden auf der Autobahn verbringen. So etwas ist ja bestimmt auch oft sehr anstrengend, oder? Was motiviert euch nach so vielen bereits gespielten Konzerten immer wieder die Instrumente in den Bus zu packen und los zu düsen?
Sören: Sicherlich, 500 km Autobahn am Tag sind anstrengend. Und das Ein- und Ausladen der Backline ist bestimmt keine Aufgabe, um die wir uns streiten. Aber das alles gehört eben genauso zum Touren wie das leckere Abendessen nach den Fahrten. Gekocht von teils fremden Leuten, extra für uns. Bunte Plakate mit unseren Namen, freundliche Gesichter in unbekannten Räumen, aufgekratze Veranstalter & Konzertgruppen, die uns seit Wochen freudestrahlend ihren Freunden anpreisen. Aber eben auch die dreckige Clubcouch inmitten einer uns fremden Stadt, auf der wir zumeist ziemlich betrunken einschlafen. Das alles motiviert. Und auch wichtig: Sonne und Fussball.
DHSW: Stichwort „riotcatnellie booking“ – du selbst spielst ja nicht nur in einer Band, sondern bist auch aktiv dabei für andere Bands Shows zu organisieren. Da steckt ja wahrscheinlich sehr viel Arbeit drin. Bleibt da noch Zeit für viel anderes? Wie schafft man das alles unter einen Hut zu bekommen?
Sören: Gute Frage. Ich habe in den letzten 3-4 Jahren knapp 350 Konzerte an uns und andere Bands (wie z.B. Paan & Tigeryouth) vermittelt. Da ich aber von den Bands kein Geld verlange und es sich auch ausschließlich um Freunde handelt, die da von mir durch Europa geschickt werden, ist der Druck gar nicht so groß. Was klappt, das klappt. Niemand erwartet etwas. Nebenbei: Ich hab’s jobtechnisch ziemlich gut erwischt und bekomme für relativ wenig investierte Zeit relativ viel Geld. Sodass ich ab und zu schon an meine nervlichen Grenzen stoße (wenn beispielsweise 3 Tage vor einer 8-Tage-Tour 2 Konzerte abgesagt werden…..verstanden?), aber noch nie darüber hinaus. Ich freue mich über einen reservierten Platz im Bus der Bands und einen kleinen Gruß. Alles andere sollen sich bitte die großen Agenturen in die Taschen stecken.
DHSW: Noch ein Stichwort: Tangermünde, Altmark. Eine weite Region mit vielen kleinen Dörfern und Städten und natürlich ebenfalls nicht verschont vom demografischen Wandel. Schnell ist das Vorurteil ausgepackt, dass dort nichts los wäre. Wie siehst du das? Was zeichnet die Region für dich aus?
Sören: Hm. Das stimmt schon. Ich bin zu einer Zeit “jugendlich” gewesen, in der unglaublich viele kreative und schaffende junge Menschen in meinem Umfeld gelebt haben. Es gab zwischen 2000 und 2005 einfach unendlich viele Skater, Sprüher, Musiker, und Künstler. Tangermünde war für mich also immer etwas besonderes und ich habe versucht, diese Besonderheit durch Konzerte, Festivals und andere Veranstaltungen zu fördern. Leider sind die vielen aktiven Leute mittlerweile sehr rar geworden. Aber wie schon gesagt, bin ich das Jahr über so viel unterwegs, dass mir das an den 10 Tagen (pro Monat…) in der Heimat nicht großartig auffällt oder mich nachhaltig stört. David, unser Bassist, organisiert nun seit einiger Zeit wieder regelmäßig Konzerte in Tangermünde und generell würde es mich freuen, wieder mehr junge Leute auf der Straße und in den Clubs zu sehen. Jedoch müssten wir dafür wahrscheinlich erst den Sessel des Bürgermeisters stürzen……oder einfach auf den nächsten Sommer warten.
DHSW: Zurück zu den Empty Guns – was waren den so einer der schönsten / schlechtesten Tour-Momente für euch?
Sören: 2010 wurde jemand von uns nach einem Konzert im Jugendhaus Ost in Wolfsburg von der Polizei in gewahrsam genommen. Das war wirklich kein schöner Moment. Im Nachhinein lachen wir trotzdem und auch gerne darüber. Denn seither haben wir in Wolfsburg immer einen Anlaufpunkt und obendrein eine spannende Geschichte zu erzählen. Die positiven Erinnerungen überwiegen selbstverständlich.
DHSW: Wir danken dir für das Interview. Uns bleibt eigentlich nur zu sagen: Leute besucht die Konzerte! Gibt es ansonsten noch etwas, was du unseren Leserinnen und Lesern noch mitteilen möchtest?
Sören: Wir danken euch für die Einladung. Was bleibt, ist die Veröffentlichung der neuen EP ‘Niemand hat vor eine Mauer zu bauen’ am 16. März und das dazugehörige Release-Konzert in einem unserer Lieblingsläden….dem Café Central in Magdeburg. Wir freuen uns drauf.
Wir haben uns mal wieder umgesehen im Land und für euch allerlei Termine für das Wochenende zusammen getragen. Da dürfte für jeden Geschmack etwa dabei sein. Und nicht vergessen: Zieht euch warm an!
Wir wünschen euch ein schönes Wochenende. Allen Schülerinnen und Schülern im Land wünschen wir außerdem noch schöne Winterferien (und natürlich gute Noten auf dem Zeugnis)!
Euer DHSW-Team
Tipp: Wintersport in Sachsen-Anhalt
Winterferien und Winterwetter – beste Voraussetzungen für ein Wintersportwochenende! Und da hat Sachsen-Anhalt einiges zu bieten. Am Wurmberg werden zum Beispiel bis zu 60 cm Schnee erwartet. Beste Bedingungen also um die Pisten unsicher zu machen. Einen Überblick über die verschiedenen Wintersportmöglichkeiten findet ihr auf dem Portal wintersport.harzinfo.de.
Tipp: 7. „Women in Jazz“ Festival
4.2.2012 bis 12.2.2012 | Halle Innenstadt
Im Jahre 2006 wurde das „Women in Jazz“ Festival von Ulf Herden und Janis Kapetsis aus der Taufe gehoben – mit durchschlagendem Erfolg. Seitdem wurden jährlich Jazzmusikerinnen von allen Teilen der Erde nach Halle eingeladen, um die Emanzipation innerhalb dieses Genres zu zelebrieren. Dabei ist eine rein weibliche Besetzung der Projekte und Bands nicht zwingend erforderlich. Der Fokus liegt viel mehr auf den Vocalistinnen, die den Jazz auch im Allgemeinen bestimmen.
Von einer dreitägigen Veranstaltungsreihe entwickelte sich dieses Projekt im Laufe der letzten sechs Jahre zu einer kompletten Festivalwoche, die mittlerweile die beachtliche Zahl von 19 Veranstaltungen vorweisen kann. Die Besucherzahl hat zudem die 5000er Grenze überschritten.
Neben den obligatorischen Konzerten werden in der gesamten Innenstadt auch Workshops, eine Filmnacht und zwei Session-Abende zu erleben sein.
Den genauen Ablauf mit allen Daten findet ihr hier.
Tipp: Buckau Rock @ Kunstkantine
4.2.2012 | Magdeburg
Nach fast einem Jahr Pause konnte die Kunstkantine im Dezember 2011 die Freunde der elektronischen Musik im Magdeburger Stadtteil Buckau wieder Willkommen heißen. Das neunjährige Jubiläum konnte in der neuen Location (Karl-Schmidt-Str. 26-29) neben der Factory schon gefeiert werden und ließ keine Wünsche offen. Zwei ständige Floors bieten sowohl „knackige“ Beats als auch „fluffige“ Vibes. Das Kunstkantine-Team hat einfach alles richtig gemacht. Neben den local residents werden sich die Dürerstuben aus Berlin die Ehre geben und BUCKAU ROCKen.
Allerdings benötigt ihr für den Einlass eine Einladungskarte, die ihr in den Magdeburger Szene-Läden DEEP, Heaven, Unique und Café Central erhalten könnt.
Alle Infos sind auch hier erhältlich.