
Etwa 30 Menschen – Angehörige, Freunde und Freundinnen, sowie Vertreter der Politik und zivilgesellschaftlicher Institutionen – gedachten gestern im Rahmen einer Gedenkstunde dem ermordeten Rick L. und legten nach einer Ansprache Blumen und Kränze nieder.
Einigen ist der Name Rick L. vielleicht ein Begriff – eventuell aus Pressemeldungen oder vielleicht auch durch eine persönliche Verbundenheit. Vor zwei Jahren, in der Nacht zum 16. August 2008, wurde der 20-jährige, angehende Kunststudent von einem Neonazi in der Nähe des „Funpark“ in Magdeburg angegriffen und schwer verletzt. Rick erlag den Verletzungen wenig später. Trauer um Rick und Entsetzen über den brutalen Angriff bestimmten kurz darauf die Öffentlichkeit.

Seit 2009 mahnt ein Gedenkstein in Magdeburg-Reform an den schrecklichen Angriff. Für die Errichtung des Steins hatten sich nach der Beerdigung von Rick seine Freunde und Angehörigen eingesetzt. Unterstützt durch Initiativen der Zivilgesellschaft konnte der Stein dann im letzten Jahr zusammen mit dem Magdeburger Oberbürgermeister, Beigeordneten, Stadträten sowie Vertretern des Bündnis gegen Rechts gemeinsam eingeweiht werden.



