Melt! Festival 2010 – Wir sagen Danke und bis zum nächsten Mal!


Bild: Eine Mischung aus Stahl und Licht verzaubert die Nacht

Am Wochenende hielt das Melt! Festival wieder in die Stadt aus Eisen – Ferropolis – Einzug. Das Who-is-who der Indie-Elektro-Szene gab sich dabei gegenseitig auf den verschiedenen Stages die Klinke in die Hand. Wir waren vor Ort und haben ein paar Impressionen mitgebracht.

Wieder einmal drängten sich über 20.000 Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt auf das Gelände. Spannend ist natürlich auch immer die Eigendynamik, die unter den Festivalbesuchern besteht. So entstanden an allen Ecken und Enden des Festivalgeländes kleinere und größere spontane Mini-Raves – ob am Strand, auf dem See oder direkt auf dem Zeltplatz. Fehlende gute Laune, wie auch schlechtes Wetter waren das ganze Wochenende nicht zu beklagen. Das alles spricht für ein wunderschönes Festival.

Musikalisch gab es wie gesagt auch einige Highlights. Alle aufzuzählen, sprengt hier leider den Rahmen. Daher hier eine kleine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Bild: Auftritt von Tocotronic

Jónsi
Jón þór Birgisson a.k.a. „Jónsi“ ist den Meisten wahrscheinlich schon lange durch Sigur Rós ein Begriff. Mit Go hat er ein eindrucksvolles Debüt hingelegt und bewies nun auf dem Melt! wie gut der Sound des Albums auch live funktioniert. Wunderschöne Soundwände und viel Emotionen – so zeigte sich Jónsi und muss sich damit nicht hinter der Hauptband verstecken. Viel eher machte das Ganze Lust auf mehr!

Dendemann
Dendemann stürmte die Hauptbühne am Samstag und zeigte wie einfach es ihm fällt die Menge live zum kochen zu bringen. Mit EinsZwo groß geworden, steht Diggi-Dende nach 13 Alben nun immer noch auf der Bühne und ruft glaubwürdige: “Es hört nich’ auf.” Der Wortakrobat hatte Spaß und die Zuschauer auch. Immer wieder gab es ein musikalisches Augenzwinkern, Seitenhiebe gegen dieses und jenes und mit seiner Band auch ordentlich dicke Rockparts.

Slagmalsklubben
An dem Namen kann man sich wirklich gut die Zunge brechen. Slagmalsklubben – dahinter verbergen sich sechs Jungs aus Schweden, die mit verspielten elektronischen Beats zum Tanzen aufforderten. Mit Erfolg! Die Menge kochte, sprang, jubelte, tanzte. Slagmalsklubben drehten dazu auf der Bühne ordentlich auf. Sehr sympathisch war die kurze Sprachlosigkeit auf der Bühne – die Band konnte wohl selbst kaum die unglaubliche Stimmung fassen, die hier in der Symbiose aus Band und Publikum entstand.

Natürlich wären jetzt noch zig andere Highlights zu nennen. Da hat wohl jeder seine eigene Auswahl. Wie waren The XX? War jemand beim Audiolith Pferdemarkt? Bei welchem Act habt ihr den Sonnenaufgang erlebt?

Schreibt uns doch einfach eure Highlights hier als Kommentar!
Danke für ein schönes Festival,
Euer DHSW-Team

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